Moshe Feldenkrais hält einen Vortrag

„What I’m after isn’t flexible bodies but flexible brains.
What I’m after is to restore each person to their human dignity.“
– Moshe Feldenkrais

Moshe Feldenkrais war Physiker, Ingenieur und Martial Artist. 1904 in der Ukraine geboren floh er mit 15 Jahren alleine vor den Progromen ins damalige Palästina. Dort lebte er bis zum Jahr 1930, baute Tel Aviv mit auf und arbeitete als Nachhilfelehrer. Zudem übersetzte er das Buch „The Practice of Autosuggestion“ von Emile Coué auf hebräisch und schrieb selbst ein Buch über seine Erfahrungen als Haganah Kämpfer. Im Strassenkampf erlernte er Jiu-Jitsu und entwickelte eigene Bewegungsabläufe, die der damaligen Realität, beispielsweise beim Messerkampf, gerecht wurden. Sein Buch „Jiu-Jitsu ve-Haganah Atzmit“ erschien 1931. Als er später in Paris Ingenieurwissenschaften studierte, und Jigoro Kano, den Begründer des Judo kennen lernte, sollte ihm dieses Buch gleich mehrere Türen öffnen. Er wurde auf Wunsch Kanos der Botschafter des Judo in Paris. Moshe Feldenkrais nahm Unterricht, eröffnete eine Judoschule und veröffentlichte weitere Bücher zum Thema, die zu Bestsellern wurden. 1940 floh Feldenkrais vor den Deutschen nach England und arbeitete dort als Wissenschaftler in der U-Boot Forschung. Dort zog er sich zum zweiten Mal eine Knieverletzung zu, und da die Prognosen der Ärzte eher düster aussahen, fing er an, seine eigene Methode zu entwickeln.

Er hielt Vorträge und Kurse, 1949 erschien sein erstes Buch zur Methode „Body and Mature Behavior“.

Er ging zurück nach Tel Aviv und arbeitete dort mit seiner Methode als Lehrer. Unter anderem las er Lektionen im IDF Radio, und eröffnete ein Studio in der Alexander Yanai Street.

1953 begegnete er Ben Gurion, dem er half, seine schlimmen Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen. Danach brachte ihm Moshe Feldenkais den Kopfstand bei. Das Foto von Ben Gurion am Tel Aviver Strand, auf dem Kopf stehend, ging um die Welt.

1971 fing Feldenkrais an, auch in den USA Kurse und Trainings zu geben, zuerst in New York, dann San Francisco und Amherst.

1984 starb Moshe Feldenkrais. Er hinterlässt uns einen reichen Schatz an Material, in dem sogar erfahrene und langjährige FeldenkraistrainerInnen und Practitioner noch neues und faszinierendes finden können.

Möge die Quelle dieser Weisheit nie versiegen und uns die Freude am Lernen bis zum letzten Tag begleiten.

„Feldenkrais embodied the Jewish tradition of asking questions – and answering a question by asking another one.“
– A Life in Movement – Mark Reese

Moshe Feldenkrais praktiziert seine Methode an einer liegenden Person
Moshe Feldenkrais erklärt mit Hilfe eines Skeletts