Zu meiner Person
Ich kann nicht mit einer Ausbildung als Physio- oder Psychotherapeutin aufwarten. Es ist sogar so, dass ich mich zeit meines Lebens eher wenig um meine Gesundheit gekümmert habe. Ich kam vielmehr aus eigenem Leidensdruck zum Feldenkrais.
Sport war mir schon in der Schule verhasst und später, als ich aus purer Lust an Bewegungsfreude anfing, zu schwimmen, zu laufen, zu boxen oder Fahrrad zu fahren, war es immer nur eine Frage der Zeit, bis ich mir eine Verletzung zuzog, die mich erstmal wieder davon abhielt, weiterzumachen.
Sogar das Kieser Training zur Stärkung der Rückenmuskulatur kam deshalb nicht mehr in Frage. Verdrehte Knie, Bandscheibenvorfälle, eingeklemmte Nerven, schmerzende Füße, angeknackste Rippen, Nackenschmerzen und ein steifer Hals – und dann kam auch noch Arthrose ins Spiel.
Anfang der 2000er begann ich, schwer und körperlich hart zu arbeiten, wurde ich mir selbst regelrecht zum Feind. Mein Körper schmerzte von Kopf bis Fuß, ich mochte keine 10 Schritte mehr gehen, es war nicht mehr zum Aushalten.
Als ich mich bei meiner ersten Lektion auf die Matte legen sollte, wurde mir klar, dass die Schwerkraft gegen mich arbeitete – etwas, was mich behinderte, etwas, was ich verlernt hatte, mir zunutze zu machen.
Das, was ich im Vorfeld über Moshe Feldenkrais gelesen hatte, klang aber zu interessant, als dass ich es nicht noch ein zweites und drittes Mal ausprobieren wollte. Schon bald spürte ich, dass sich etwas veränderte. Ich sah das erste Mal nach 10 Jahren Licht am Ende des Tunnels.
Ich beschloss, eine Ausbildung als Feldenkraislehrerin zu machen um tiefer in die Materie eintauchen zu können. Die vier Jahre in Wien und San Francisco haben mein Leben verändert.
Ich hatte die Chance, mit den ganz Großen der Feldenkraiswelt zu arbeiten, die sogar Moshe Feldenkrais teilweise noch persönlich kennenlernen durften: Mary Spire, Kathy James, Carol Kress, Arlyn Zone, David Zemnach Bersin, Denis Leri, Deborah Bowes, Julie Cassin Rubin, Alan Questel, Beatrice Walterspiel, Anastasi Siotas, Olena Nitefor, Mara Fusero.
Ich liebe die Arbeit als Feldenkraislehrerin, ob es nun Kurse sind oder Einzelstunden. Diese Qualität der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit findet man sonst nur sehr selten und sie sind ein wahres Geschenk.
Ich bin vom internationalen Feldenkraisverband IFF und FVD zertifiziert und besuche pro Jahr mindestens 2–3 Advanced Trainings, um mich fortzubilden und neue Eindrücke zu erlangen.
